Spindelmäher Ratgeber

Während der Sonnenanbeter im Liegestuhl liegt, holt der Hobbygärtner bereits den Rasenmäher hervor, um den Rasen auf Vordermann zu bringen. Für kleinere Rasenflächen sind Spindelmäher gut geeignet. Die handbetriebenen Mäher halten 300 - 400 qm, mit Akku auch 500 qm optimal auf 25 bis 40 mm Höhe.

Funktionsweise

Der Spindelmäher ist ein Rasenmäher mit einer messerbesetzten Spindel. Seinen Namen verdankt er seiner speziellen Mähweise. Die waagerecht rotierenden Spindel läuft auf einer Achse. Sie ist im rechten Winkel zur Bewegungsrichtung montiert. Die darauf angebrachten Obermesser verlaufen in einer leichten Schraubenlinie. An der Spindel ist parallel zur Rotationsachse das feststehende Untermesser angebracht. Die Obermesser schieben das Gras an dem Untermesser vorbei und erfassen wie mit einer Schere die Grashalme und schneiden sie dann ab. Die Höhe des Untermessers vom Boden macht die Schnitthöhe aus. Hinter dem Untermesser befinden sich Stützrollen als Abstandshalter. Beim wechselseitigen Mähen verbleibenden die Grashalme Neigung etwas geneigt. Dadurch kommt es zu dem charakteristischen Streifenmuster beim frisch gemähten Rasen. Das lässt sich vor allem auf den Fußballplätzen beobachtet. Je mehr Messer an der Spindel sind, umso besser ist die Schnittqualität. Ein einfaches handbetriebenes Einstiegsmodell kommt mit fünf bis sechs Messern. Die Schnittbreite eines Spindelmähers beträgt etwa 35 bis 76 cm. Für große Flächen sind Aufsitzmäher verfügbar, die mit mehreren Mähwerken nebeneinander arbeiten.

Vorteile

  • kabellos
  • ohne Benzin
  • sehr leise
  • leicht und wendig
  • einfach zu reinigen
  • platzsparend

Nachteile

  • nur auf trockenem Gras mähen
  • kleine, ebene Flächen
  • regelmäßiges Mähen nötig

Der Akku-Spindelrasenmäher

Mit dem Akku-Spndlerasenmäher wird der Kraftaufwand geringer. Der Akku braucht mehrere Stunden Ladezeit. Währenddessen ist er allerdings manuell bedienbar. Für Rasenflächen bis 500 qm ist er gut geeignet. Mit Akku ist der Mäher mobiler. Der Sicherheitsgriff muss allerdings immer gedrückt werden. Dann bleibt noch der hohe Anschaffungspreis. Noch etwas teurer wird er als Aufsitzer.

Der Hand-Spindelrasenmäher

Der Handrasenmäher mit seinem ergonomischen Griff bietet eine angenehme Griffhaltung. Er wird manuell angeschoben und ist gut für etwa 400 qm Rasen. Er kommt ebenfalls ohne Kabel und dadurch sehr mobil. Der Krauftaufwand ist etwas höher, allerdings ist der Anschaffungspreis deutlich geringer.

Was ist beim Kauf eines Spindelrasenmähers zu beachten?

Ist der Rasen nicht eine Parkanlage oder ein Fußballfeld ist der Hand-Spndelmäher die richtige Auswahl. Für den eigenen kleinen Garten wird sicher kein Elektro-Rasenmäher, Balken- oder Aufsitzmäher benötigt. Rasenflächen zwischen 100 und 400 m² macht der manuelle Spindelrasenmäher in der Regel gut genug. Die Angaben der Anbieter für die empfohlene Größe von Rasenflächen fallen verschieden aus, so misst man die eigene Grünfläche erst einmal aus. Allerdings mag selbst der beste Spindelmäher keinen hügeligem Untergrund. Wild bewachsene und Flächen am Hang mäht man besser mit einem Benzinrasenmäher mit Radantrieb.

Die Schnittbreite wird in Zentimetern angegeben. Auf dieser Breite kann der Rasenmäher arbeiten. Bei rechtwinkligen Flächen sind Modelle mit ausladender Schnittbreite von 40 bis 50 cm angemessen. So ist der Rasen schnell fertig. Verwinkelte Gärten oder eine gut mit Bäumen bewachsene Fläche profitieren lässt sich besser mit einem Mäher von kleiner Schnittbreite un 25 cm bearbeiten. Er ist wendiger und kann durch schmale Engpässe fahren und lässt das nebenstehende Blumenbeet unbeschädigt. Flächenränder sind anschließend mit einem Rasentrimmer sowie einer Heckenschere gezielt zu trimmen.

Die Einsetzbarbeit des Mähers erhöht sich mit den verschiedenen Schnitthöhen. Damit laesst sich die Höhe der Schneidemesser perfekt an die Höhe der Halme anpassen. Einzelne Schnitthöhen sind stufenweise einzustellen. Vier Stufen sind normal, neun und mehr Stufen die Ausnahme. Die Schnitthöhe variiert von 12 Millimetern bis 10 cm.

Bei Motormähern spielt das Gewicht keine Rolle. Bei dem manuell betriebenen Spindelrasenmäher ist der Unterschied zwischen 6 und 24 Kilogramm spürbar. Das Rasenmähen soll doch kein Ersatz zum Fitnessstudio sein, so empfiehlt sich ein niedriges Gewicht. Die Gewichtsangabe bezieht sich auf das ganze Produkt, so wird der Grasfangkorb mitgewogen.

Unterschied zwischen Spindel- und Sichelmäher

Der Unterschied der Mäher liegt in der Mähtechnik sowie im Ergebnis. Der Spindelmäher schneidet das Gras wie eine Schere mit einem Messer auf einer drehenden Spindel und den Obermessern. Der Sichelmäher schlägt Das Gras mit der am Boden rotierenden Sichel. Die Sichel dreht sich nicht manuell, der Mäher ist auf eine Stromzufuhr angewiesen. Außerdem Sieht ein geschnittener Zierrasen erheblich sauberer aus als die abgeschlagenen Halme. Beim Spindellehen ist das Messerschärfen aufwendiger, allerdings wird das Schnittgut gleichmäßiger verteilt. Die Schnitttiefe ist sehr tief und beim Sichelmäher eher oberflächlich. Der Spindelmäher bevorzugt kurzes, trockenes Gras, der Sichelmäher auch langes, nasses Gras.

Spindelmäher schleifen

Spindelrasenmäher sind regelmäßig zu reinigen und zu warten. Die Haltbarkeit des Mähers verlängert eine Säuberung nach jedem Gebrauch regelmäßig von Schnittgut und Dreckrückständen. Die Spindel liegt meist frei und ist gut zu erreichen. Damit ist das schnell erledigt. Aufwendiger ist das Messerschleifen. Das Schneidemesser ist mit bloßen Händen nicht erreichbar, so muss die Spindel vom Gerät entfernt und bis zum Messer von den anderen Bauteilen befreit werden. Dann kann erst mit dem Schleifen angefangen werden. Es empfiehlt sich, das Spindelmäher-Schärfen dem Experten zu überlassen. Es ist zum Glück das erste Mal erst nach zwei Jahren erforderlich.

Das beste Mähergebnis

Wenn der Garten im englischen Stil gepflegt werden soll, ist einiges zu beachten:

  • wöchentliches Mähen
  • Schnitthöhe anpassen
  • beim Mähen immar auf dem gemähten Rasen bewegen, nicht die Halme der zu mähenden Fläche vorher platt treten
  • 1/3 des Grases abschneiden zum nachwachsen
  • hohen Rasen in Etappen schneiden
  • keinen feuchten Rasen mähen

Die richtige Schnitthöhe

Die richtige Schnitthöhe ist entscheidend, um ein sattes und gesundes Grün zu bekommen. Die Schnitthöhe hängt vom Rasen ab: Gebrauchsrasen hat zwischen 35 sowie 50 mm Länge. Zierrasen kommt optimal, wenn er kurz gehalten wird mit 10 bis 30 mm. Schattenrasen ist nicht zu kurz zu schneiden, bei unter 50 mm geht dem Grün rasch die Kraft aus. Landschaftsrasen braucht die wenigste Pflege. Er darf ruhig bis zu 80 mm stehen.

Es darf nicht zu viel Gras abgeschnitten werden auf einmal. Der Vegetationspunkt des Grases liegt auf der halben Höhe des Halms. Schneidet man dort oder darunter ab, wird es geschwächt. Es braucht lang, wieder nachzuwachsen. So entstehen Lücken im schönen Rasen und die Pflanzen verbrennen bei Sonne leichter. Empfehlung: Nicht mehr als 1/3 des Halms abschneiden. Der Rasen auf 40 mm Länge sein muss, ist der Mäher nochmals dran. Wurde die Grünfläche länger nicht geschnitten, sollte man sich an die entsprechende Schnitthöhe herantasten und den Pflanzen ausreichend Zeit lassen, sich zu erholen.

Nicht vergessen: Rasen richtig bewässern

Die Grünflächen brauchen genügend Wasser. Dann bleiben sie schön saftig sowie grün. Wichtig ist dabei: Nicht oft, aber gründlich. Einmal pro Woche braucht der Rasen früh morgens oder abends kräftige Beregnung. Etwa 10 bis 15 l/m² braucht er, um ausreichend Feuchtigkeit zu bekommen. Nicht bei starkem Sonnenlicht: Die Wassertropfen wirken auf Blättern wie ein Vergrößerungsglas, bündeln die Sonnenstrahlen und verbrennen die Halme.

Fazit

Wer sich einen günstigen Rasenmäher zulegen möchte, der bei seiner Arbeitsweise einerseits einen gepflegten Rasen ermöglicht, andererseits gleichzeitig mit seiner besonderen Schnittmethode das Gras schont, sollte auf die Spindelmäher einen Blick werfen. Sie punkten mit einfacher Bedienung, sind nach Benutzung schnell verstaut, oft zusammenklappbar und passen in jeden Geräteschuppen.

Änderungen übernehmen