Wetterfeste Pavillons Ratgeber

Schon im Frühjahr, wenn die ersten Sonnenstrahlen Dich in Deinen Garten hinaus locken, und auch später im Jahr, wenn Du einen Platz im Schatten suchst, ist ein Gartenpavillon von großen Nutzen. Gartenpavillons sind in vielen unterschiedlichen Designs und Ausführungen erhältlich. Und da es in unseren Breiten öfter auch einmal regnet, sollte der Gartenpavillon auf jeden Fall wetterfest sein.

Ein wetterfester Pavillon sollte einen stabilen Stand haben und allen Witterungsbedingungen widerstehen können. Er sollte aus Materialien gefertigt sein, die Wind, Regen und Schnee trotzen können, ohne zu korrodieren, von starkem Wind weggeblasen zu werden oder unter einer großen Schneelast zusammen zu brechen. Solche Materialien sind Holz oder Metall für die Balken und Ziegeln oder Dachpappe für das Dach.

Ein wetterfester Pavillon sollte auf einem festen Fundament aufgestellt werden, um seine Standfestigkeit zu garantieren. So kann er fest verankert werden und bietet selbst dem stärksten Wind die Stirn. Für eine ganzjährige Nutzung des Pavillons sollte er mit Wänden ausgestattet werden können. Wenn der Pavillon permanent an dem Standort bleiben soll, können die Wände auch gemauert werden. Große Glasflächen bieten einen guten Blick in den Garten. Bei gemauerten Wänden besteht auch die Möglichkeit, den Pavillon im Winter zu beheizen.

Ein wetterfester Pavillon benötigt auch ein stabiles Dach. Bei verschiedenen Metallpavillons kann über ein Metallgerüst eine Dachplane aus Zeltstoff gezogen werden. Diese sollte allerdings im Winter entfernt werden. Es gibt auch Modelle mit Dächern auch witterungsbeständigem Kunststoff, die allen Witterungsverhältnissen standhalten. Bei Pavillons aus Holz besteht die Möglichkeit, eine feste Dachkonstruktion zu bauen und diese mit Ziegeln oder Bitumendachpapier zu bedecken.

Eigenschaften

Bei dem großen Angebot an Gartenpavillons ist nur ein geringer Anteil auch wetterfest. Es gibt verschiedene Kriterien dafür, ob ein Pavillon wetterfest ist oder nicht. Das sind:

  • Das Material, aus dem der Pavillon hergestellt ist und dessen Verarbeitung. Zubehör, das die Witterungsbeständigkeit beeinflussen kann.
  • Die Möglichkeit, ein Dach anzubringen oder zu entfernen.
  • Die Standfestigkeit des Pavillons, ob er mit oder ohne Bodenplatte aufgestellt wird.
  • Die Verankerung im Boden, die dafür sorgt, dass auch starker Wind dem Pavillon nichts anhaben kann.

Materialien 

Für wetterfeste Pavillons kommen verschiedene Materialien für die Grundkonstruktion infrage. Das sind Aluminium, Stahl, Eisen oder Edelstahl. Alle diese Materialien sind stabil und lange haltbar. Aber auch dabei gibt es Unterschiede in Bezug auf die Wetterfestigkeit. Wenn ein Pavillon aus dünnen Metallrohren gefertigt ist, können sich diese bei einer hohen Windgeschwindigkeit oder bei starkem Schneefall verbiegen. Vollmaterial ist für wetterfeste Pavillons die bessere Wahl. Das Material ist zwar schwerer, dafür rostet es weniger schnell durch und verbiegt sich auch bei großer Belastung durch Wind oder Schnee nicht. Wetterfeste Pavillons können auch aus Holz hergestellt werden. Holz muss jedoch, um der Witterung standzuhalten, regelmäßig behandelt werden.

Pavillons aus Metall: Gartenpavillons aus Metall sind sehr langlebig. Sie sehen filigran aus und bieten eine ansprechende Optik. Beim Material gibt es große Unterschiede, wie beispielsweise massives Schmiedeeisen, das entweder unbehandelt ist oder feuerverzinkt oder beschichtet ist. Die Metallstäbe des Pavillons können gut für rankende Pflanzen benutzt werden, die einen guten Sichtschutz und Sonnenschutz schaffen. Für solche Pavillons sind auch Stoffplanen für die Seiten und Sonnensegel für das Dach erhältlich. Diese sind in der Regel wasserdicht und wenn sie gut befestigt sind, halten sie auch starkem Wind stand. Im Winter sollten sie allerdings entfernt und trocken gelagert werden.

Pavillons aus Aluminium: Pavillons aus Aluminium sind sehr leicht, sind einfach zu transportieren und werden meist nicht permanent aufgebaut. Sie sind allerdings ebenfalls wasserdicht und halten, wenn gut befestigt, auch stärkerem Wind stand. Sie sind allerdings für eine ganzjährige Nutzung nicht empfehlenswert.

Pavillons aus Holz: Pavillons aus Holz passen dank des natürlichen Materials sehr gut in jeden Garten. Allerdings muss Holz regelmäßig behandelt werden, um der Witterung standzuhalten. Dabei sind tropische Hölzer meist robuster für den Einsatz im Freien. Achte darauf, dass das Holz schon vom Hersteller wetterfest imprägniert wurde. Holzpavillons sind auch mit geschlossenen Seitenwänden erhältlich und können durchaus bei jeder Witterung, mit der richtigen Ausstattung selbst im Winter, benutzt werden.

Zubehör

Ein wetterfester Pavillon muss zwar im Winter nicht benutzt werden, muss aber auch nicht abgebaut werden. Wenn Zubehör wie Sonnensegel oder Wände vorhanden sind müssen diese entweder ebenfalls wetterfest sein oder müssen für den Winter eingelagert werden.

Wetterfeste Dächer

Ein wetterfestes Pavillondach muss auch starken Stürmen und einer großen Schneelast im Winter widerstehen können. Das ist meist nur der Fall, wenn es sich um ein festes Dach handelt. Dieses kann mit Ziegeln, Schindeln oder Dachpappe eingedeckt sein oder aus bruchfestem Glas oder Kunststoff, beispielsweise Polycarbonat oder Acrylglas, bestehen. Sonnensegel sind ebenfalls meist wasserdicht und witterungsbeständig, aber sie können bei starkem Wind reißen. Sie sollten in dem Fall abmontiert werden, damit sie nicht beschädigt werden.

Vor dem Kauf

Baugenehmigung, falls erforderlich: Vor dem Kauf eines wetterfesten Pavillons, für den Du ein Betonfundament benötigst, solltest Du feststellen, ob dafür eine Baugenehmigung erforderlich ist. In einigen Bundesländern muss für Pavillons ab einer bestimmten Höhe oder einer bestimmten Größe generell eine Baugenehmigung eingeholt werden.

Der Aufbau: Dann ist natürlich der Aufbau des Pavillons zu beachten. Einfache Faltpavillons aus Stoff sind normalerweise schnell auf- und auch wieder abgebaut. Ein Pavillon aus Holz, Metall oder Stein ist schon etwas komplizierter im Aufbau. Achte darauf, dass der Hersteller eine ausführliche und, wenn möglich, bebilderte Montageanleitung mitliefert. Außerdem brauchst Du sehr wahrscheinlich ein paar Helfer. Manche Pavillons werden auch mit Aufbau-Service geliefert.

Die Größe und der Aufstellungsort: Vor dem Kauf eines Pavillons ist unbedingt zu bedenken, wie groß er sein kann. Das richtet sich nach dem vorhandenen Grundstück und nach der bebaubaren Fläche. Er sollte so aufgestellt werden, dass er von allen Seiten gut erreichbar ist. Das ist wichtig bei etwaigen Reparaturen. Falls Bäume im Garten vorhanden sind, können diese für den Pavillon als Windschutz dienen.

Das Material – Stabilität und Qualität: Das Material des Pavillons bestimmt, ob er stabil und wetterfest ist. Wetterfeste Pavillons werden entweder aus Stahl, Eisen, Edelstahl, Aluminium oder aus Holz hergestellt. Bei Metallkonstruktionen ist darauf zu achten, dass das Material nicht rostet und ausreichend stabil ist, um starkem Wind und im Winter starkem Schneefall standzuhalten. Bei allen Pavillons sind die Steckverbindungen eine Schwachstelle. Sie sollten darauf achten, dass die Verbindungen stabil und haltbar sind. Alle Teile des Pavillons sollten aus Vollmaterial bestehen. Das hohe Gewicht von Vollmaterial trägt zur Standfestigkeit des Pavillons bei. Die Materialien sollten mit einer Beschichtung versehen sein, die einen zusätzlichen Schutz vor Korrosion bietet. Holzpavillons sollten aus widerstandsfähigen Holzarten gefertigt sein. Das Holz sollte imprägniert sein, damit es keine Feuchtigkeit aufsaugt. Außerdem sollte es später regelmäßig behandelt und gepflegt werden. Weiterhin ist bei allen Materialien auf eine gute und solide Verarbeitung zu achten.

Zubehör für den Pavillon: Für viele Pavillons gibt es je nach Modell Zubehör wie variable Seitenteile. Für Pavillons aus Metall gibt es Erweiterungssets wie beispielsweise Rosenbögen, die aus dem gleichen Material gefertigt sind. Für Pavillons aus Holz gibt es Pflanztröge, Blumenkästen und auch Zusatzelemente für die Seiten. Es lohnt sich also vor dem Kauf eines Pavillons ganz genau darüber nachzudenken, was Du genau haben möchtest.

Vorbereitung für den Winter

Damit Dein wetterfester Pavillon den Winter gut übersteht, musst Du einige Maßnahmen treffen. Die jeweiligen Hersteller bieten in Ihrem Sortiment dafür einiges an Zubehör an. Eine geeignete Ausstattung für das Innere des Pavillons kann dazu beitragen, ihn nicht nur winterfest zu machen, sondern ihn im Winter auch nutzbar zu machen.

Wenn ein Pavillon aus Holz richtig gepflegt wird, kann er ohne Probleme einige Winter überdauern. Dazu muss der Pavillon vor Einbruch des Winters mit Farbe oder Lasur gegen Witterungseinflüsse geschützt werden. Dazu musst Du lose Farbe und angegriffenes Material entfernen. Danach wird das Holz des Pavillons, das der Witterung ausgesetzt ist, einmal oder mehrere Male gestrichen. Dabei solltest Du den Hinweisen des Herstellers der Farbe oder der Lasur folgen. Nach der Behandlung ist das Holz wirksam gegen Witterungseinflüsse geschützt.

Pavillons aus Metall sind meist mit Beschichtungen versehen. Sie sind ohne weitere Behandlung winterfest, es sei denn die Beschichtung ist beschädigt. Dann muss die beschädigte Stelle mit Lack, Farbe oder Zinkspray ausgebessert werden.

Nicht winterfeste Teile des Pavillons sollten abgebaut werden. Das sind beispielsweise die Seitenwände und Vorhänge aus Stoff oder Sonnensegel, die als Dach benutzt werden. Nach dem Abbau dieser Teile solltest Du sie reinigen und für die neue Saison neu imprägnieren, damit sie wasserdicht bleiben. Die Hersteller informieren in der Regel darüber, welche Mittel sich für das Imprägnieren eignen. Alle abgenommenen Teile sollten den Winter über trocken gelagert werden, damit sich auf ihnen kein Schimmel bildet.

Ein wetterfester Pavillon in einer massiven Bauweise, der aus einer Bodenplatte aufgestellt ist und einen Dielenfußboden besitzt, kann im Winter gut genutzt werden. Die Bodenplatte und der Dielenfußboden bieten eine gute Dämmung gegen die Kälte von unten. Das Dach wird von innen und außen verschalt und mit Schindeln aus wasserdichtem und witterungsbeständigem Bitumen gedeckt. Eine Stahlkonstruktion an den äußeren Ecken stützt die ganze Konstruktion und hält im Winter auch großen Schneelasten stand.

Für extrem kalte Tage kann der Fußboden, die Wandelemente und das Dach mit einer speziellen Wärmedämmung versehen werden. Die Fenster sollten aus Isolierglas bestehen, das die Wärme im Innern des Pavillons und die Kälte draußen hält. So kannst Du Dich auch bei niedrigen Temperaturen in Deinem Gartenpavillon aufhalten und Deinen Garten als Winterlandschaft genießen.

Es besteht auch die Möglichkeit den Gartenpavillon im Winter zu beheizen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine Elektroheizung eignet sich für einen kleinen bis mittelgroßen Pavillon. Die Installation kann etwas aufwendig sein und es entstehen einigermaßen hohe Kosten. Ein Gas-Konvektor eignet sich für mittelgroße bis große Pavillons, ist leicht zu installieren und hält sich auch mit den Kosten im Rahmen. Ein Gas-Heizpilz ist für einen großen Pavillon geeignet, ist einfach zu installieren. Die Kosten sind mittel bis hoch.

Ein winterfester Pavillon sollte mit Möbeln ausgestattet werden, die das ganze Jahr über im Freien benutzt werden können. Sie sollten aus witterungsbeständigem Material wie aus Metall oder einem Kunststoffgeflecht bestehen. Sie können mit warmen Sitzkissen und kuscheligen Decken versehen werden und bieten dann auch im Winter komfortable Sitzmöglichkeiten in Deinem Pavillon.

Fazit

Ein Pavillon im eigenen Garten bildet immer ein Blickpunkt und wird auch schnell zu einem Treffpunkt beim Aufenthalt im Garten. Er bietet bereits im Frühling einen Schutz bei kühleren Temperaturen. Im Sommer ist er ein Platz für Gartenpartys oder ein schattiges Plätzchen zum Ausruhen. Bei schlechterem Wetter bietet er Schutz vor Regen und Wind. Und schließlich, wenn der Pavillon auch noch wetter- und winterfest ist, bietet er einen gemütlichen Platz, um den eigenen Garten auch im Winter zu genießen.

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