Heckenscheren Ratgeber

Hecken, Sträucher, Büsche, Bäume … im Garten gibt es immer viel zu stutzen, zu trimmen oder zu schneiden. Eine Heckenschere ermöglicht die präzise und rasche Durchführung dieser oft ungeliebten Arbeit.

Heckenscheren sind Geräte, die vor allem im Garten zum Einsatz kommen. Man unterscheidet grundsätzlich motorisierte Heckenscheren und Hand-Heckenscheren.
Motorbetriebene Heckenscheren bestehen aus einem Gehäuseteil mit Motor, einem 40 bis 70 cm langem Schwert für den Schnitt sowie dem Griffstück. Hand-Heckenscheren mit den langen Zangengriffen aus Holz hingegen sind im Aussehen und Design klassischen Haushalts-Scheren ähnlich. Die Schneiden haben üblicherweise eine Länge von 30-40 cm.

Funktionsweise

Zu den motorangetriebenen Heckenscheren zählen Benzin-, Elektro- und Akku-Geräte. Unabhängig von der Antriebsart bestehen die Garten-Tools aus zwei gezahnten Schneidbalken mit beidseitig geschliffenen Messern. Mit hoher Geschwindigkeit gleiten Ober- und Unterteil übereinander und schneiden Hecken und Buschwerk.
Die beiden Schneiden der manuellen Heckenscheren öffnen und schließen scherenartig. Der lange und oft teleskopierbare Holzgriff verstärkt die Hebelwirkung und erleichtert das Schneiden.

Ausführungen

Der moderne Gartenliebhaber kann heute auch auf andere Alternativen zurückgreifen:

  • Hand-Heckenscheren
  • Benzin-Heckenschere
  • Elektro-Heckenschere
  • Akku-Heckenschere

Vor- und Nachteile

Hand-Heckenscheren

Diese Geräte werden manuell, sprich mit reiner Muskelkraft betrieben. Sie benötigen demnach keine externe Energiequelle. Hand-Heckenscheren eignen ich auch für dichter gewachsene Hecken. Mit ihnen kannst Du Äste mit einer Stärke von bis zu 50 mm schneiden.
Auf Dauer ist das Arbeiten mit einer Hand-Heckenschere ermüdend und anstrengend. Weiters muss das Gerät nach jeder Benutzung gereinigt werden. Das Schleifen der Schneiden entfernt die schützende Lackierung.
Fazit: Hand-Heckenscheren sind genauso leistungsstark wie der Mensch, der sie bedient.

Benzin-Heckenscheren

Zweifelsohne gehören Benzin-Heckenscheren zu den leistungsstärksten Heckenscheren. Der eingebaute Zweitakt-Otto-Motor benötigt ein spezielles Öl-Benzin-Gemisch. Benzin-Heckenscheren machen das Arbeiten effektiv und schnell. Auch dickere Äste sind für die hohe Schnittleistung kein Problem. Durch das Fehlen von Stromkabeln können die Geräte flexibel eingesetzt werden. Ein weiterer Vorteil sind die langen Arbeitsphasen ohne Pausen. Bis auf das kurze Auffüllen des Tanks sind Unterbrechungen wie bei Akku-Handscheren nicht nötig.
Die Anschaffungskosten für motorangetriebene Heckenscheren sind relativ hoch. Der Kauf rechnet sich nur, wenn man regelmäßig große Flächen bearbeiten muss. Auch das benötigte Öl-Benzin-Gemisch ist recht teuer und nur im Fachhandel erhältlich. Das hohe Eigengewicht des Geräts kann ebenso herausfordernd werden wie der entstehende Betriebslärm und die unvermeidbaren Abgase. Um eine möglichst lange Lebensdauer zu gewährleisten, ist unbedingt eine regelmäßige Wartung des Motors notwendig.
Fazit: Benzinbetriebene Heckenscheren sind besonders für Profis und Hausmeister interessant.

Elektro-Heckenscheren

Der Antrieb der Elektro-Heckenscheren erfolgt, wie der Name schon sagt, mit Strom. Verbunden mit einer Steckdose als Stromquelle ist ein Arbeiten ohne Unterbrechungen möglich. Die vergleichsweise günstigen Geräte sind leistungsstark und haben ein geringeres Gewicht als Benzin-Heckenscheren und auch einen niedrigeren Wartungsaufwand.
Zu den Nachteilen gehört die erforderliche Verfügbarkeit einer Stromquelle in unmittelbarer Nähe. Zusätzliche Kabeltrommeln oder Verlängerungskabel erhöhen die Reichweite. Stromkabel verfangen sich leicht in Büschen und Bäumen. Außerdem besteht die Gefahr, das Kabel bei der Arbeit selbst mit der Heckenschere zu durchtrennen.
Fazit: Die kabelgebundene Elektro-Heckenschere eignet sich besonders für kleine Gärten mit eher niedriger, nicht zu dichtwachsender Bepflanzung.

Akku-Heckenscheren

Die Akku-Heckenschere bietet sehr gute Bewegungsfreiheit und lässt sich ohne das lästige Kabel flexibel einsetzen. Das geringe Gewicht des Geräts ist angenehm und spart Kraft. Mit der handlichen Akku-Heckenschere lässt es sich außerdem leise arbeiten.
Die Betriebsdauer ist von der Akku-Leistung abhängig. Um eine möglichst hohe Akku-Laufzeit zu erreichen, ist die Schnittleistung niedriger. Das Aufladen des Akkus dauert oft mehrere Stunden. Unbedingt überlegenswert ist deshalb der Ankauf eines Zweit-Akkus oder einer Schnellladestation. Ein Lithium-Ionen-Akku ist empfehlenswert, da er immer wieder aufladbar ist und seine Leistung nicht abnimmt.
Fazit: Wie die Elektro-Heckenschere ist auch die akkubetriebene Alternative für kleinere Gärten mit weniger dicht gewachsenen Hecken optimal.

Vor dem Kauf

Für Gartenfreunde mit Hecken und Buschwerk ist der Ankauf einer Heckenschere durchaus eine Überlegung wert. Doch welche Ausführung ist die richtige? Damit Du lange Freude an Deiner Entscheidung hast, solltest du folgende Punkte beachten:

 

  • Beschaffenheit der Hecke: Besonders wichtig für die Kaufentscheidung sind Höhe, Breite und Wuchs der Hecke. Wie groß ist die zu bearbeitende Fläche? Wird mehrmals jährlich geschnitten? Handelt es sich um dünne oder eher dicke Äste? Möchtest Du schnell stutzen oder etwas präzise in Form bringen? Wird etwa immer nur der äußere Teil der Hecke mit den dünnen Ästen geschnitten, ist eine leistungsschwächere Schere durchaus in Ordnung.
  • Motorleistung: Bei Heckenscheren empfiehlt sich eine Mindestleistung von 400 Watt. Das ist ausreichend für das leichte Zurückstutzen und Trimmen von Hecken und Buschwerk. Härtere Aufgaben erfordern eine höhere Leistungsfähigkeit.
  • Schnittlänge: Je höher die Schwertlänge, desto höher ist auch das Gewicht des Geräts. Bei weitläufigen Hecken rund um den Garten sollte die Schnittlänge mindestens 50 cm betragen. Wird die Schere vor allem bei kleineren Flächen eingesetzt, beträgt die Maximallänge 40 cm. Dasselbe gilt für präzise Schnitte, um Hecke und Buschwerk in eine bestimmte Form zu bringen. Allgemein kann gesagt werden: Je kleiner die Schnittlänge, umso gezielter erfolgen die Schnitte. Je größer die Schnittlänge, umso gröber, aber auch umso schneller.
  • Schnittstärke: Die Schnittstärke einer Heckenschere entspricht der maximalen Astdichte, die damit geschnitten werden kann.
  • Qualität: Die Messer müssen hart und scharf sein. Der Diamantschliff sorgt für einen besonders sauberen Schnitt. Bei Hand-Heckenscheren solltest Du auf rostfreien Edelstahl Wert legen. Eine Antihaftbeschichtung erleichtert die Reinigung.
  • Ausstattung: Unbedingt vorhanden sein sollte eine Vibrationsdämpfung. Diese schützt vor raschem Ermüden, vor Blasen und Schmerzen.
  • Sicherheit: Ein GS-Zeichen steht für geprüfte Sicherheit. Die Schnellstopp-Funktion und eine Sicherheitsschaltung sind bei Heckenscheren absolute Pflicht. Mit einem Handschutzschild kannst du deine Hände vor herumfliegenden Holzteilen und Ästen schützen.
  • Gewicht: Je höher das Eigengewicht einer Heckenschere, umso beschwerlicher ist die Arbeit. Beim Kauf solltest Du bedenken, dass du das Gerät für längere Zeit in verschiedenen Positionen halten und führen musst.
  • Ergonomie: Es ist wichtig, dass die Heckenschere gut in der Hand liegt. Deshalb spielt natürlich auch Deine persönliche Vorliebe eine große Rolle. Der Schwerpunkt und damit eine gute Balance ist ausschlaggebend für komfortables Arbeiten.
  • Service: Erfrage beim Verkaufsgespräch unbedingt das Service-Angebot und ob Ersatzteile in einigen Jahren noch lieferbar sein werden.
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