Carports für den Garten Ratgeber

Bei einem Carport handelt es um eine halboffene Garage. Eine solche Ausführung wird im Unterschied zu einer normalen Garage an einer offenen Wand angebunden. Dabei wird dann das Dach von einem Carport in der Regel von den Pfosten getragen und nicht, im Gegensatz zur Garage, von einer gemauerten Wand. Hierbei werden diese Pfosten oder Stützen auf Fundament-Teilen befestigt und werden dann mit Querriegel miteinander verbunden. Dadurch ergibt sich dann eine Grundkonstruktion, auf der dann das Dach angebunden wird.

Ein gewöhnlicher Carport besteht aus einem Flachdach. Ebenso gibt es andere Modelle, welche eine Walm- oder Satteldachform haben. Aber auch pyramidenförmige oder kuppelartige Dächer werden angeboten. Für die Selbstmontage gibt es den Carport als Bausatz. Auch Fertigteile gibt es dazu. Bei einer an den vorhandenen Gegebenheiten angepassten Version erfolgt in der Regel die Montage durch ein Team vom Hersteller.

Ab einer bestimmten Größe und aufgrund von baurechtlichen Bedingungen, die von Bundesland zu Bundeland sowie von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sind, kann ein statischer Nachweis bei der örtlichen Baubehörde notwendig sein.

Das hier zum Einsatz kommende Dach kann aus Dachsparren, die mit Dachziegeln und oder auch mit Steinen eingedeckt werden, oder aus einem zusammengesetzten oder auch durchgängigen Wellblech bestehen. Auch gibt es Ausführungen, wo eine Begrünung des Daches möglich ist. Zusätzlich werden Dächer mit Wellfaserzementplatten angeboten.

Ein solcher überdachte Abstellplatz für den Pkw befindet sich häufig in der Nähe des Wohnhauses. Somit ist der Weg zum Hauseingang nicht sehr weit. Eventuell gibt es auch eine verlängerte Überdachung, so dass Du dann trocken zum Auto kommst und umgekehrt.

Die Funktionsweise

Die Funktionsweise von einem Carport ist von dessen Konstruktion abhängig. Die seitlichen Wände sowie das Dach haben auch die Funktion als Wetterschutz. Auch werden Ausführungen angeboten, die mit einer Rückwand ausgestattet sind, damit dann der Regen nicht von hinten hineinkommen kann. Die Seitenwände sind vom Format her auf die Grundkonstruktion von einem Carport abgestimmt.

Bei einem Einzelcarport oder Doppelcarport aus Holz bestehen die Seitenwände aus demselben Holz. Bei einem Einzelcarport oder Doppelcarport aus Stahl können die Teile für den seitlichen und rückwärtigen Wetterschutz auch aus Stahlblech hergestellt sein. Ebenso ist es möglich, dass die Seitenteile aus Glas, Alu oder Poylcarbonat sind.

Ein Doppelcarport oder Einzelcarport eignet sich als Alternative zu einer geschlossenen Garage. Dabei werden die hierfür benötigten Pfosten in den Boden eingelassen. Dadurch entsteht auch bei einem stärkeren Sturm eine erhöhte Standsicherheit. Auch kannst Du, wenn es sich um ein Flachdach bei dem Carport handelt, das Dach in Form einer Begrünung verwenden und dadurch entsteht eine gute Umgebung. Ebenfalls wird das Eigenheim durch eine solche Lösung aufgewertet, wenn hier eine gute und vernünftige Optik verwendet wird. Wenn dann die Unterstellmöglichkeit durch das Auto nicht vollkommen ausgefüllt wird, kannst Du den noch vorhandenen Platz als überdachte Terrasse oder als Platz für verschiedene Abstellmöglichkeiten nutzen.

Vorteile

Im Unterschied zu einer normalen Garage ist ein Carport wesentlich leichter aufzubauen und im Normalfall wird weniger Platz benötigt. Auch kommt aufgrund der offenen Bauweise mehr Licht durch, so dass die zusätzliche Helligkeit auch zwischen dem Nachbargrundstück sowie dem eigenen Haus ankommt. Wenn dagegen hier eine Garage stehen würde, wäre dieser Bereich komplett geschlossen und auch dunkel.

Im Gegensatz zu einer Garage ist durch diesen offenen Platz zum Unterstellen eine starke Belüftung vorhanden. Dadurch trocknet das Auto wesentlich schneller und es kann sich kein Rost oder Ähnliches an den sonst länger vorhandenen feuchten Stellen bilden.

Zusätzlich besteht, je nach Standort und Bauart, auch die Möglichkeit, die Dachfläche für die Installation von Solarzellen auszunützen. Somit kannst Du die Energieeffizienz verbessern, der Umwelt etwas gutes tun und - bei entsprechend langer Laufzeit - bares Geld sparen.

Auch ist es oft leichter, für einen Carport eine Baugenehmigung zu erhalten, als dies für eine Garage möglich wäre. Für bestimmte Ausführungen ist sogar gar keine behördliche Genehmigung erforderlich. Dabei ist die jeweils rechtliche Situation von den vorhandenen Gemeindeordnungen abhängig. Spezielle Brandschutzauflagen, wie es bei den Garagen der Fall ist, gibt es nicht.

Bei einem Einzelcarport oder einem Doppelcarport ist eine offene Bauweise vorhanden. Deshalb ist die Herstellung von Linien- oder Flächenfundamte nicht notwendig. Dadurch erleichtert sich die Montage. Durch die vorhandene DIN EN 1090 erhält jedoch der Käufer die erforderliche Sicherheit, was die Stabilität der Konstruktion anbelangt.

In einer Garage hängt an dem Auto in der kalten Jahreszeit ebenfalls noch Streusalz oder Splitt an der Karosserie. Dies begünstigt dann die Bildung von Rost. Bei wärmeren Temperaturen kann sich in einer Garage auch Schwitzwasser bilden, das sich hier ebenfalls nicht verflüchtigt. Auch das führt zu einer Rostbildung. Bei einem Carport entstehen solche Probleme nicht, weil hier das Auto in der Regel zumindest von 2 Seiten belüftet wird.

Bei der Kfz-Versicherung spielt der Carport auch eine Rolle. Die Versicherungen haben bei ihren Untersuchungen festgestellt, dass eine Schadensregulierung bei Fahrzeugen, die in einem Carport oder in einer Garage abgestellt sind, seltener vorkommt. Das wird dann auch bei der Kfz-Versicherung durch einen etwas günstigeren Beitrag belohnt.

Zusammenfassung der Vorteile:

  • gute Durchlüftung des Stellplatzes fürs Auto
  • keine oder vereinfachte Baugenehmigung
  • Selbstmontage möglich
  • vielfältige Optionen bei der Zusammenstellung und Vorteile bei der Kfz-Versicherung
  • Möglichkeit Einsatz von Solarzellen auf dem Dach
  • weniger Rostbildung

Nachteile

  • Kein zusätzlicher Schutz vor Diebstahl, da nicht abschließbar
  • kein Schutz vor Tieren, wie zum Beispiel vor Mardern
  • Witterungsanfälligkeit.

Unterschiedlichen Carport-Ausführungen

Zunächst gibt es Unterscheidungen in Richtung des verwendeten Materials, der Größe, der Art des Daches oder der Bauform.

Dabei sind die typischen Materialien, die bei Carports verwendet werden, Stahl, Holz und Aluminium. Die Materialart, die dann zum Einsatz kommt, hängt auch davon ab, welche optische Wirkung damit erzielt werden soll und welche Vorstellung Du als Kunde von den genauen Ansprüchen an die Beständigkeit hast. Für die tragende Grundkonstruktion ist das Material besonders wichtig.

Auch haben die Käufer von Carports die Wahlmöglichkeit zwischen transparenten und blickdichten Ausführungen. Zu den blickdichten sowie auch geschlossenen Dachausführungen gehören Bitumenwellpappe, Dachsparren mit Bitumen (in Form von Schindeln oder Bahnen), Kunststoffdichtung, Dachziegel und Dachsteine. Zu den transparenten sowie lichten Dachmaterialien kommen Glas und Stegplatten aus Kunststoffmaterial oder auch Plexiglas zum Einsatz.

Die Bedachungsart stellt auch bestimmte Anforderungen an den dann benötigten Unterbau. Dies ist unbedingt bei jedem Planungsfortschritt zu beachten, damit dann auch die Statik stimmt. Auch solltest Du bei der Formgebung des Daches darauf achten, dass diese auch zum vorhandenen Haus passt. Ebenso muss, was die Größe anbelangt, auch der vorhandene Platz berücksichtigt werden. Die Verwendung von einem Walm- oder Satteldach wirkt auf einem etwas kleineren Grundstück sehr gewaltig und Du hast hier dann auch das Gefühl, dass die Dachlösung zwischen zwei Häuser reingezwängt wird. Bei einem etwas großflächigeren Grundstück kommt dann eine große Lösung deutlich besser zur Geltung. Wenn wenig Platz vorhanden ist, kommen einfache Flachdächer in Frage. Bei zwei Autos im Haushalt kommt hier dann eine Doppelausführung zur Ausführung.

Wenn dann dieser Platz nicht nur zur Autoabstellung genutzt werden will, sondern Du hier auch einen zusätzlichen Stauraum haben möchtest, gibt es Carport-Ausführungen, die zusätzlich über einen angebauten Schuppen verfügen. Dazu wird jedoch mehr Platz benötigt. Dieser geschlossene Bereich befindet sich dann hinter dem eigentlichen Stellplatz und bietet dann auch die Abstellmöglichkeit für Gartengeräte oder Fahrräder sowie andere Gegenstände. Dabei schließt eine Seite des Schuppens direkt an den Unterstand, wo das Fahrzeug untergebracht ist, an.

Auch ist es möglich, das Dach des Carports mit Solarzellen auszustatten. Somit kannst Du damit Deinen eigenen Strom erzeugen, der dann in die Anlage für das Haus eingespeist wird. Auch werden Carports mit Dachbegrünung angeboten. Dabei erhält dann die Dachfläche mit Moos sowie Gräsern eine Versiegelung. Dadurch wird die Kanalisation entlastet. Das wirkt sich dann auch optisch aus, weil so eine Dachbegrünung dann sich auch auf den Betrachter auswirkt.

Montage

Bei den Standardausführungen wird ein normaler Bausatz in Form von Fertigteilen oder als Maßanfertigung, wenn Du eine individuelle Lösung haben möchtest, zur Verfügung gestellt. Wenn Du sich selbst die Montage nicht durchführen möchtest, bieten die Hersteller hier einen Montageservice an. Hier folgt dann die Installation von erfahrenen Spezialisten. Dabei sind jedoch die passgenauen Bauteile für einen etwas handwerklich begabten Laien ebenfalls kein Problem, hier den Aufbau selbst in die Hand zu nehmen. Mit Hilfe der hier im Lieferumfang enthaltenen Montageanleitung kannst Du dann die Teile richtig zusammensetzen.

Auch gibt es Ausführungen, die mit stabilen Zapfenverbindungen zusammengesetzt werden, so dass hier kaum Werkzeug erforderlich ist. Bei anderen Modellen erfolgt die Verbindung der einzelnen Elemente mit Schrauben. Hier musst Du dann mehr Heimwerkzeug verwenden. Die Bauteile werden auch teilweise mit Nummern gekennzeichnet, die dann bei der Montage für das Zusammensetzen hilfreich sind. Wenn solche Markierungen nicht vorhanden sind, ist es sinnvoll, bevor Du an die Zusammenstellung gehst, die Teile vorher zu sortieren.

Bei der Montage besteht der erste Schritt darin, die Fundamente auszugraben. Hierzu gibt es auch auf den Webseiten von einigen Herstellern nützliche Infos dazu, wenn Du einen Carport in Eigenregie aufstellen willst. Aber auch die Hersteller verfügen hier teilweise über einen Kundenservice, den Du anrufen kannst. Von dort erhälst Du ebenfalls nützliche Hinweise für die Montage.

Vor dem Kauf

Vor der Kaufentscheidung ist es sinnvoll, sich darüber zu informieren, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist und was sonst noch in diesem Zusammenhang getan werden muss. Wen für ein normales Holz-Carport keine Genehmigung erforderlich ist, ist im nächsten Schritt das genaue Ausmessen des Stellplatzes, der dann mit einem Dach versehen werden soll, an der Reihe. Auch kann es bestimmte Bestimmungen für den Abstand zum Nachbargrundstück geben, die Du einhalten musst. Zusätzlich solltest Du vor einer Kaufentscheidung die Nachbarn fragen, ob sie mit dem Bau einverstanden sind.

Wenn es dann an die Auswahl geht, steht die Beständigkeit der Überdachung im Vordergrund. Auch die Materialeigenschaft sowie ein stimmiges Gesamtbild für das gesamte Grundstück sind wichtige Punkte, die Du beachten solltest. Um einen Vorabeindruck zu erhalten, kann es hilfreich sein, über einen Online-Konfigurator einen 3D-Darstellung zu erhalten. Bei einigen Vertriebs-Shops im Internet wird eine solche Möglichkeit angeboten Dabei sind hier für die Bedienung keine umfangreichen PC-Erfahrungen sowie Kenntnisse erforderlich. Hier bekommst Du dann innerhalb von wenigen Minuten eine Abbildung des Carports aufgrund der eingegebenen Daten. Ebenso ist es wichtig, damit eine solche Lösung auch in die Umgebung passt, bei der Farbauswahl und dem Holz ebenfalls darauf zu achten, dass es zu der Gesamtoptik passt.

Die Stärke der Pfosten sowie der anderen Bauteile sollte ebenfalls im Vorfeld berücksichtigt werden. Je kompakter die einzelnen Elemente und Teile sind, desto besser und sicherer ist der Stand des Carports. Wenn ein etwas schweres Gesamtgewicht vorhanden ist, dürfen die tragenden Teile nicht eine zu dünne Ausführung haben.

Wenn der Carport dann auf dem vorgesehenen Platz positioniert werden soll, ist es von Bedeutung, welche Rück- und Seitenwände zum Einsatz kommen. Sollte der Überdachungsplatz direkt neben dem Haus aufgebaut werden, kannst Du dann eventuell eine Seitenwand sparen, weil hier schon die Hauswand vorhanden ist. Auch solltest Du die Wetterrichtung im Auge behalten. Gerade wenn eine solche Lösung in der nördlichen oder westlichen Richtung offen ist, musst Du eventuell damit rechnen, dass das Auto im Winter zugeschneit wird. Aber nicht bei jedem Grundstück oder bei jedem Platz ist es möglich, die Einfahrt in östlicher oder südlicher Richtung zu verlegen. Auch hier bieten die Hersteller einen entsprechenden Beratungsservice, was für die individuelle Lösung dann am besten geeignet ist, an.

Wenn solche Überdachungslösungen in einem schneereichen Gebiet vorhanden sind und eine hohe Schneelast erreicht wird, kann der Einbau eines Streifenfundaments sinnvoll sein.

Die Reinigungs- und Pflegeeigenschaften

Wenn die Überdachung aus Holz besteht, ist mehr Pflege, als dies bei einem Modell aus Stahl oder Alu der Fall ist, erforderlich. Gerade bei unbehandeltem Holz müssen die Holzteile gestrichen werden. Wenn es sich dagegen um druckimprägniertes Holz handelt, ist kein Schutzanstrich notwendig. Wie viel Pflegeaufwand dann eingesetzt werden muss, hängt von der Konstruktion, dem eingesetzten Material sowie der vorhandenen Widerstandsklasse ab. Auch kann es sein, dass Du an einige Bauteile zu einem späteren Zeitpunkt aufgrund der Bausituation, nicht mehr vernünftig heran kommst. Deshalb solltest Du schon im Vorfeld darauf achten, dass eine gute Durchlüftung vorhanden ist, die die Bildung von Feuchtigkeit dann verhindert.

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